Ein Stopp bei McDonald’s dauert selten länger als eine halbe Stunde – für ein Elektroauto ist das genau die Zeit, in der ein Schnelllader den Akku wieder auf Reisestand bringt. Wie gut das in Deutschland schon funktioniert, zeigt unsere Auswertung: Aktuell befinden sich 1410 Ladestationen in höchstens 500 Metern Entfernung zu einem McDonald’s-Restaurant, verteilt auf 802 Restaurant-Standorte in ganz Deutschland. 735 dieser Stationen sind DC-Schnelllader mit mindestens 50 kW, der stärkste liefert 400 kW. Auf dieser Seite finden Sie das Städte-Ranking, die Hintergründe zur Lade-Kooperation von McDonald’s und EWE Go, eine Kostenübersicht und unsere Stadtführer mit allen Adressen.
Das steckt dahinter: McDonald’s baut mit EWE Go ein Schnellladenetz
Der wichtigste Grund für das dichte Angebot ist eine Kooperation, die 2021 gestartet ist: McDonald’s Deutschland und der Oldenburger Betreiber EWE Go rüsten die McDrive-Standorte des Landes systematisch mit Schnellladesäulen aus. McDonald’s stellt die Flächen, EWE Go baut und betreibt die Säulen – mit 100 Prozent Ökostrom. Zum Start der Kooperation waren gut 40 Restaurants mit High-Power-Chargern bis 150 kW ausgestattet; das Programm sah ein Wachstum von rund 200 Säulen im ersten Jahr und etwa 250 weiteren pro Jahr vor, mit dem Ziel, an über 1.000 McDrive-Standorten laden zu können. Heute gehören die rot-weißen EWE Go-Säulen an vielen Restaurants zum gewohnten Bild – in unserer Datenbank sind sie an zahlreichen Standorten die nächstgelegene Station überhaupt.
Wichtig für die Einordnung dieser Seite: Erfasst sind nicht nur die EWE Go-Säulen auf den Restaurantparkplätzen. In den 500-Meter-Radius fallen auch Stationen anderer Betreiber – von EnBW, Allego und Comfortcharge bis zu Stadtwerken und Supermärkten. Für Fahrer ist das ein Vorteil: Rund um viele Restaurants stehen mehrere Säulen verschiedener Anbieter, was Preise vergleichen lässt und die Chance erhöht, einen freien Platz zu finden. Ob eine Säule direkt am Restaurant steht, erkennen Sie in unseren Stadtführern an der geringen Entfernung – Spitzenwerte liegen bei null bis zwölf Metern.
Warum Fast-Food-Standorte für Schnellladen so gut funktionieren, liegt auf der Hand: Die Restaurants sitzen an Ausfallstraßen, in Gewerbegebieten und nahe Autobahnanschlüssen, haben eigene Parkplätze, lange Öffnungszeiten – viele rund um die Uhr – und eine Verweildauer, die zum Ladefenster moderner Elektroautos passt. Ein typischer Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent dauert an einem HPC-Lader 18 bis 30 Minuten. Wer in dieser Zeit isst, verliert keine Minute.
Städte-Ranking: Hier gibt es die meisten Ladestationen bei McDonald’s
Berlin führt das Ranking an, gefolgt von Hamburg und Bremen – wobei Bremen mit dem höchsten Schnelllader-Anteil überrascht. Das Ranking zählt alle Stationen im 500-Meter-Umkreis und verlinkt auf die jeweilige Stadtübersicht mit dem kompletten Ladenetz vor Ort:
| Stadt | Ladestationen in der Nähe | davon Schnelllader (≥ 50 kW) |
|---|---|---|
| Berlin | 28 | 8 |
| Hamburg | 25 | 7 |
| Bremen | 24 | 12 |
| München | 18 | 7 |
| Köln | 15 | 6 |
| Leipzig | 11 | 4 |
| Hannover | 11 | 2 |
| Düsseldorf | 10 | 3 |
| Braunschweig | 9 | 5 |
| Mannheim | 8 | 4 |
| Langenhagen | 8 | 2 |
| Regensburg | 8 | 4 |
Unsere Stadtführer im Detail
Für die acht Städte mit dem größten Angebot haben wir eigene Führer mit allen Adressen, Entfernungen, Preisen, Stadtteil-Vergleichen und Ausweich-Stationen erstellt:
- Berlin – 28 Stationen an 18 Restaurants. Stärkster Lader: Comfortcharge in Marzahn (200 kW), kürzester Weg: EWE Go in Schöneberg (24 m, 150 kW).
- Hamburg – 25 Stationen, darunter ein 400-kW-Lader in Eidelstedt und ein Tesla Supercharger. Einheitlicher Stadttarif über HEnW Mobil an vielen Säulen.
- Bremen – 24 Stationen, die Hälfte davon Schnelllader. Highlight: EWE Go mit 400 kW in Horn-Lehe – zwölf Meter vom Restaurant, rund um die Uhr.
- München – 18 Stationen, eine davon direkt am Restaurant (150 kW, Wasserburger Landstraße). Dazu zwei 250-kW-Standorte in Riem.
- Köln – 15 Stationen, eine direkt am Restaurant; EWE Go mit 150 kW in nur 18 m Entfernung, stärkste Säule 400 kW.
- Leipzig – 11 Stationen, 4 Schnelllader; EWE Go mit 150 kW in nur 25 m Entfernung, stärkste Säule 300 kW.
- Hannover – 11 Stationen, 2 Schnelllader; stärkste Säule 150 kW am Porta-Parkplatz in Isernhagen.
- Düsseldorf – 10 Stationen, 3 Schnelllader; Tesla Supercharger mit 250 kW in nur 59 m Entfernung.
Stecker: Was Sie an den Säulen erwartet
| Steckertyp | Stationen | Ladepunkte | max. Leistung |
|---|---|---|---|
| CCS (Combo 2) – Schnellladen | 769 | 3295 | 400 kW |
| CHAdeMO – Schnellladen | 277 | 369 | 150 kW |
| Typ 2 – Normalladen (AC) | 888 | 2009 | 50 kW |
| Tesla (proprietär) | 10 | 42 | 135 kW |
| Schuko (Haushaltssteckdose) | 111 | 219 | 37 kW |
Bundesweit dominieren zwei Systeme: CCS (Combo 2) für das Schnellladen – der Standard aller aktuellen europäischen Elektroautos – und Typ 2 für das Normalladen mit Wechselstrom. CHAdeMO spielt nur noch eine Nebenrolle an älteren Schnellladern. Wer ein aktuelles Elektroauto fährt, findet an praktisch jedem Standort den passenden Anschluss; Plug-in-Hybride nutzen die Typ-2-Säulen und laden während des Essens sinnvoll nach.
Kosten: Das kostet Laden bei McDonald’s
Die Ad-hoc-Preise an den Stationen in Restaurantnähe unterscheiden sich je nach Betreiber deutlich. Der günstigste feste DC-Tarif in unserer Auswertung liegt bei 0,45 €/kWh; am oberen Ende verlangen einzelne Schnelllade-Netze bis zu 0,84 €/kWh. Für eine typische Ladung von 36 kWh (60-kWh-Akku, 20 auf 80 Prozent) ergibt das eine Spanne von grob 18 bis 30 €. Wer Zeit hat, lädt per AC deutlich günstiger: AC-Tarife beginnen in unserer Datenbank bei 0,29 €/kWh (etwa an ALDI-SÜD-Säulen in der Nähe) und liegen an Stadtwerke-Säulen meist zwischen 0,50 und 0,59 €/kWh.
Zwei Dinge verteuern den Stopp unnötig, wenn man sie nicht kennt: die Blockiergebühr nach Ablauf einer Freistandzeit (an Schnellladern oft schon nach ein bis zwei Stunden, an AC-Säulen meist nach vier Stunden) und dynamische Preise, die nur in der Betreiber-App sichtbar sind. Beides ist in unseren Stadtführern je Station ausgewiesen, soweit die Betreiber feste Preise veröffentlichen.
So funktioniert der Stopp: Laden in fünf Schritten
1. Station im Stadtführer auswählen – nach Entfernung, Leistung und Preis. 2. Hinfahren und so parken, dass das Kabel bequem reicht. 3. Ladevorgang per App, Ladekarte oder – wo vorhanden – direkt per Kreditkarte am Terminal starten und im Display kontrollieren, ob geladen wird. 4. Essen gehen und die Standzeit im Blick behalten (Blockiergebühr). 5. Vorgang beenden, Kabel verstauen, Platz freigeben. Fertig – die Ladezeit war gleichzeitig Pause.
Laden auf der Langstrecke: McDonald’s als Autobahn-Stopp
Viele McDonald’s-Restaurants – vor allem die McDrive-Standorte – liegen an Autobahnabfahrten, Bundesstraßen und in Autohof-Lagen. Für Langstreckenfahrer ist das eine echte Alternative zum klassischen Rastplatz: Statt an einer anonymen Säule zu warten, gibt es Essen, Toiletten und Sitzplätze, und der Ladevorgang läuft nebenher. Das Schnellladenetz an den Restaurants wächst zudem in das Deutschlandnetz hinein, mit dem der Bund seit 2023 ein flächendeckendes HPC-Netz aufbaut – Betreiber wie die EWE Go/Hochtief-Ladepartner errichten Ladeparks mit bis zu 400 kW, teils in unmittelbarer Nachbarschaft zu Restaurant-Standorten.
Für die Routenplanung heißt das: Wer ohnehin alle 250 bis 350 Kilometer eine Pause einplant, kann gezielt Städte und Abfahrten ansteuern, an denen Restaurant und Schnelllader zusammenkommen. Unsere Stadtführer zeigen für die vier größten Standorte, welche Säulen sich für einen kurzen Stopp eignen (ab 150 kW, kurze Entfernung, 24/7-Zugang) und welche eher für die gemütliche Pause taugen.
Welche Säule passt zu welcher Pause?
Der Kaffee-Stopp (10–20 Minuten): Nur HPC-Lader ab 150 kW lohnen sich. In dieser Zeit fließen bei einem modernen Elektroauto 25 bis 45 kWh – das entspricht grob 150 bis 250 Kilometern Reichweite. Achten Sie auf die Angaben „max. Ladeleistung“ und „24/7″ in den Tabellen.
Das Essen in Ruhe (30–60 Minuten): Hier reicht oft schon ein Lader ab 50 kW, um den Akku von 20 auf 80 Prozent zu bringen. Wer länger sitzt, fährt mit einer 11- oder 22-kW-AC-Säule am günstigsten – die Ladung kostet dann oft nur einen einstelligen Euro-Betrag. Aber Vorsicht: An Schnellladern beginnt die Blockiergebühr mancher Betreiber schon nach ein bis zwei Stunden.
Der Stopp am Abend oder in der Nacht: Dann zählt der Zugang rund um die Uhr. Deutschlandweit sind 819 der hier erfassten Stationen durchgehend zugänglich; in den Stadtführern ist der 24/7-Status je Station in der FAQ und den Top-Karten ausgewiesen.
Häufige Fragen
Welche Ladestation liegt einem McDonald's in Deutschland am nächsten?
Am nächsten liegt EWE Go-Ladestation (Augsburger Straße 36, 82110 Germering) – nur ca. 0 m vom Restaurant entfernt, mit bis zu 300 kW Ladeleistung.
Wo lade ich bei McDonald's in Deutschland am schnellsten?
Die höchste Ladeleistung bietet EWE Go-Ladestation (Haferwende 26, 28357 Horn-Lehe) mit 400 kW – ca. 12 m vom nächsten McDonald's entfernt.
Was kostet das Laden in der Nähe von McDonald's?
Die Ad-hoc-Preise unterscheiden sich je nach Betreiber. Beispiele aus der Übersicht oben: Tesla (Tesla-only charging) mit DC 0,45 €/kWh; ALDI SÜD (DE) mit DC 0,47 €/kWh; Vattenfall InCharge mit DC 0,49 €/kWh. Einige Betreiber arbeiten mit dynamischen Preisen – der genaue Preis wird dann in der App oder an der Säule angezeigt.
Sind die Ladestationen rund um die Uhr geöffnet?
819 der 1410 hier gelisteten Ladestationen sind rund um die Uhr zugänglich. Die Öffnungszeiten jeder Station finden Sie auf der jeweiligen Detailseite.
Muss ich im Restaurant essen, um dort laden zu dürfen?
Nein. Die Säulen auf den Parkplätzen sind öffentliche Ladestationen und können von jedem genutzt werden – unabhängig davon, ob Sie etwas bestellen. Die Parkregeln des Geländes (etwa Höchstparkdauer) gelten allerdings für alle Besucher.
Wie lange sollte ich an einem Schnelllader stehen bleiben?
So lange, wie Sie laden müssen – plus ein paar Minuten Puffer. Über 80 Prozent Ladestand verlangsamt sich das Schnellladen deutlich; wer weiterfährt, kommt mit einem zweiten kurzen Stopp meist schneller ans Ziel als mit einer langen Vollladung.
Methodik und Ausblick
Grundlage ist die EVLade-Datenbank mit über 24.000 Ladestationen in Deutschland. Für jede Station sind Einrichtungen in der Umgebung hinterlegt; gezählt wurden McDonald’s-Restaurants in höchstens 500 Metern Entfernung (Luftlinie). Preise sind Ad-hoc-Preise ohne Vertrag (Stand: November 2026); bei dynamischen Tarifen entscheidet die Anzeige in der App. Alle Datenblöcke auf dieser Seite aktualisieren sich automatisch aus der Datenbank.
McDonald’s ist erst der Anfang: In denselben Daten stecken weitere Ketten und Orte – Burger King und KFC, Supermärkte wie ALDI, REWE und Lidl, dazu Cafés und Sehenswürdigkeiten. Wie unsere Umgebungssuche grundsätzlich arbeitet, beschreibt der Artikel zur Ladesäulensuche mit Umgebungs-Service. Weitere Stadt- und Kettenführer folgen.










